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GmbH Insolvenzantrag · Ablauf · Strategie · § 15a InsO

GmbH Insolvenzantrag: Antragspflicht, Ablauf und strategische Optionen

Der GmbH Insolvenzantrag ist ein rechtlich komplexer Vorgang mit strengen Fristen. Hier erfahren Sie alles über Antragspflicht, Insolvenzgründe, den genauen Ablauf und wie Sie strategisch vorgehen.

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Insolvenzgründe

Wann muss eine GmbH einen Insolvenzantrag stellen?

§ 17 InsO · 3 Wochen

Zahlungsunfähigkeit

Fällige Verbindlichkeiten können dauerhaft nicht bedient werden. Indiz: über 10 % der Verbindlichkeiten seit mehr als 3 Wochen unbezahlt.

§ 18 InsO · Freiwillig

Drohende Zahlungsunfähigkeit

In den nächsten 24 Monaten voraussichtlich nicht erfüllbar. Antragsrecht – bester Zeitpunkt für Sanierung, keine Pflicht.

§ 19 InsO · 6 Wochen

Überschuldung

Vermögen deckt Schulden nicht mehr, negative Fortführungsprognose. Zweistufige Prüfung mit Liquidationswerten erforderlich.

Antragstellung

Wie stellt man einen GmbH Insolvenzantrag?

Der Antrag wird beim zuständigen Amtsgericht (Insolvenzgericht) am Sitz der GmbH gestellt. Er muss Angaben zum Insolvenzgrund, zur Vermögens- und Schuldenlage sowie zu den Gläubigern enthalten.

Gleichzeitig kann und sollte ein Antrag auf Eigenverwaltung gestellt werden – wenn die Voraussetzungen vorliegen. Dieser Antrag erfordert eine umfangreiche Eigenverwaltungsplanung (Finanzplan, Gläubigerübersicht, Sanierungskonzept).

Antragspflicht – nicht Antragsrecht

Bei Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung ist die Antragstellung eine gesetzliche Pflicht. Verstöße werden als Insolvenzverschleppung mit bis zu 3 Jahren Freiheitsstrafe bestraft.

Professionelle Vorbereitung ist entscheidend

Ein vollständig und korrekt gestellter Antrag schafft die Basis für ein geordnetes Verfahren und erhöht die Chancen auf Eigenverwaltung und Sanierung erheblich.

Verfahrensablauf

Wie läuft ein Insolvenzverfahren bei einer GmbH ab?

1
Antrag

Insolvenzantrag stellen

Beim Amtsgericht. Vollständige Angaben zu Insolvenzgrund, Gläubigern und Vermögen. Optional: Antrag auf Eigenverwaltung.

2
~3 Monate

Eröffnungsverfahren

Vorläufiger Insolvenzverwalter sichert Insolvenzmasse und prüft Verfahrensvoraussetzungen.

3
Nach Eröffnung

Hauptverfahren

Gläubigerversammlung, Forderungsanmeldungen, Berichtstermin, Sanierungsplan oder Verwertung.

Strategischer Umgang mit dem Insolvenzverwalter

Die Kooperation der ehemaligen Geschäftsführung ist entscheidend für den Verfahrenserfolg. Wer frühzeitig professionelle Beratung einschaltet, kann den Verfahrensverlauf aktiv mitgestalten – auch hinsichtlich der Wahl des Verwalters im Rahmen der Eigenverwaltung.

Wann muss eine GmbH einen Insolvenzantrag stellen?

Bei Zahlungsunfähigkeit innerhalb von 3 Wochen, bei Überschuldung innerhalb von 6 Wochen nach § 15a InsO.

Wie stellt man einen GmbH Insolvenzantrag?

Beim zuständigen Amtsgericht mit Angaben zu Insolvenzgrund, Vermögens- und Schuldenlage sowie Gläubigern. Gleichzeitig kann ein Antrag auf Eigenverwaltung gestellt werden.

Was passiert nach dem GmbH Insolvenzantrag?

Bestellung eines vorläufigen Insolvenzverwalters, Prüfung der Insolvenzmasse, Verfahrenseröffnung nach ca. 3 Monaten, Gläubigerversammlung, Entscheidung über Sanierung oder Liquidation.

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