Insolvenz-Radar Deutschland 2026
Aktuelle Firmeninsolvenzen im Überblick – auf Basis der amtlichen Insolvenzbekanntmachungen und des IWH-Insolvenztrends, fachlich eingeordnet von Rosenberg & Kollegen.
Auf einen Blick
Die Zahl der Firmeninsolvenzen in Deutschland ist 2026 deutlich gestiegen. Nach dem IWH-Insolvenztrend wurden im Juli 2026 rund 1.689 Unternehmensinsolvenzen registriert – rund 1 % weniger als im Vormonat, aber 7 % mehr als ein Jahr zuvor und etwa 75 % über dem Vor-Corona-Niveau. Im zweiten Quartal 2026 summierten sich die Verfahren auf 4.996 und erreichten damit den höchsten Quartalswert seit 2005. Der Anstieg erfasst nahezu alle großen Branchen. Rosenberg & Kollegen, Kanzlei für Firmeninsolvenz und Sanierung, ordnet ausgewählte aktuelle Verfahren nachfolgend fachlich ein.
Aktuelle Insolvenzverfahren 2026
Ausgewählte Verfahren, neueste Bekanntmachung zuerst.
PlantA GmbH (Anklam)
Über das Vermögen der PlantA GmbH aus Anklam ordnete das Amtsgericht Neubrandenburg am 15. September 2026 die vorläufige Insolvenzverwaltung an. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Michael Busching bestellt. Das Unternehmen stellt pflanzliche Molkerei-Alternativen her – darunter Joghurt-Alternativen, Pflanzendrinks und vegane „Sour Cream“ – und produziert seit Juli 2022 auch als Partner für Handelsmarken. Der Geschäftsbetrieb wird zunächst fortgeführt.
Syntek GmbH (Essen)
Über die Syntek GmbH aus Essen ordnete das Amtsgericht Essen am 14. September 2026 im Insolvenzeröffnungsverfahren Sicherungsmaßnahmen an. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Marc d’Avoine (Wuppertal) bestellt. Das Unternehmen ist im Im- und Export sowie im Vertrieb von Laborbedarf, Laboreinrichtungen, Prozess- und Messtechnik tätig.
Prinz-Mayweg-Gruppe – Wickede/Altena (NRW)
Über mehrere Gesellschaften der Prinz-Mayweg-Gruppe ordnete das Amtsgericht Essen am 9. September 2026 Sicherungsmaßnahmen im Insolvenzeröffnungsverfahren an – betroffen sind die Prinz & Co. GmbH Stahlrohre (Wickede), die Präzisionsrohre Friedr. Wilhelm Mayweg GmbH & Co. KG (Altena) und die MÜWI Verwaltungs GmbH (Altena). Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Christian Holzmann bestellt. Der 1896 gegründete Hersteller von Präzisionsstahlrohren für die Automobilindustrie beschäftigt rund 310 Menschen an vier NRW-Standorten; der Betrieb wird fortgeführt, ein Investor wird gesucht.
ENERPARC AG (Hamburg)
Über das Vermögen der ENERPARC AG, eines Hamburger Solarkonzerns, ordnete das Amtsgericht Hamburg am 7. September 2026 die vorläufige Insolvenzverwaltung an. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Stefan Denkhaus bestellt. Der Betrieb von mehr als 500 Solarparks wird fortgeführt. Betroffen ist die Muttergesellschaft; rechtlich eigenständige Projekt- und Tochtergesellschaften (etwa die ENERPARC Solar Invest 255 TU 11 GmbH) sind nicht Schuldner des Verfahrens.
Autohaus König-Gruppe – Berlin/Teltow
Über das Vermögen mehrerer zentraler Gesellschaften der Berliner König-Gruppe – nach eigenen Angaben Deutschlands größter Renault- und Dacia-Händler – ordnete das Amtsgericht Charlottenburg am 1. September 2026 die vorläufige Insolvenzverwaltung an. Betroffen sind unter anderem die Autohaus König GmbH (Teltow) und die Autohaus Gotthard König GmbH (Berlin). Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Rainer Eckert (Berlin) bestellt; das Gericht setzte einen vorläufigen Gläubigerausschuss unter anderem mit Renault Deutschland, der Stellantis Bank und der Bundesagentur für Arbeit ein. Der Geschäftsbetrieb der Autohäuser läuft zunächst weiter.
PICARD Lederwaren GmbH & Co. KG (Obertshausen)
Das Amtsgericht Offenbach am Main eröffnete am 1. September 2026 das Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung (§§ 270 ff. InsO) über die PICARD Lederwaren GmbH & Co. KG aus Obertshausen, einen traditionsreichen Hersteller von Leder- und Taschenwaren. Es ist bereits die zweite Sanierung des Unternehmens; betroffen sind rund 90 Beschäftigte. Zur Sachwalterin wurde Rechtsanwältin Nadja Raiß (K&L Gates) bestellt. Der Geschäftsbetrieb wird unter Aufsicht der Sachwalterin fortgeführt.
TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA (München)
Das Amtsgericht München eröffnete am 1. September 2026 das Insolvenzverfahren über die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA sowie die zugehörige Geschäftsführungs-GmbH wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Zum Insolvenzverwalter wurde Dr. Max Liebig bestellt. Der eingetragene Verein TSV 1860 München e. V. ist als separater Rechtsträger nicht Teil des Verfahrens; ein Gläubigerausschuss stimmte dem Erwerb von Markenrechten und Betriebsmitteln durch den Verein zu.
Planethic Group AG (ehemals Veganz) – Ludwigsfelde
Über das Vermögen der börsennotierten Planethic Group AG (vormals Veganz Group AG) aus Ludwigsfelde, Anbieter veganer Lebensmittel, eröffnete das Amtsgericht Potsdam am 25. August 2026 das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung (§§ 270 ff. InsO). Zum Sachwalter wurde Rechtsanwalt Prof. Dr. Torsten Martini (GÖRG) bestellt. Der Geschäftsbetrieb wird fortgeführt; der Vorstand behält unter Aufsicht des Sachwalters die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis über das Unternehmensvermögen.
Gruber Polstermöbel GmbH (Sonnefeld)
Über das Vermögen der Gruber Polstermöbel GmbH aus Sonnefeld (Oberfranken) ordnete das Amtsgericht Coburg am 21. August 2026 die vorläufige Insolvenzverwaltung an. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Klaus-Christof Ehrlicher (Linse & Ehrlicher, Coburg) bestellt. Der 1927 gegründete Polstermöbelhersteller mit rund 85 Beschäftigten führt den Betrieb vollumfänglich fort; die Löhne sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert.
Almil AG – Allgäuer Alpenmilchwerk (Polling)
Die Almil AG (Allgäuer Alpenmilchwerk) aus Polling in Oberbayern, Herstellerin von Milch- und Magermilchpulver sowie Butteröl für die Lebensmittelindustrie, hat am 18. August 2026 beim Amtsgericht Mühldorf am Inn ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Das Gericht bestellte einen Sachwalter; der Vorstand bleibt im Amt und führt den Betrieb fort. Betroffen sind rund 110 Beschäftigte; Löhne und Gehälter sind über das Insolvenzgeld bis einschließlich Oktober 2026 gesichert. Das Werk produzierte bis 2018 Kondensmilch der Marke Bärenmarke – die Marke selbst gehört zur Hochwald-Gruppe und ist von der Insolvenz nicht betroffen.
12.18. Investment Management GmbH (Düsseldorf)
Die 12.18. Investment Management GmbH aus Düsseldorf, Investment- und Entwicklungsgesellschaft für Hotel- und Ferienimmobilien, hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt; das Amtsgericht Düsseldorf ordnete am 14. August 2026 die vorläufige Eigenverwaltung an. Zum vorläufigen Sachwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Jens M. Schmidt bestellt. Betroffen ist allein die Holding mit rund fünf Beschäftigten – die operativen Gesellschaften der Gruppe (u. a. Resorts auf Sylt, Ibiza und Sardinien) sind rechtlich eigenständig und nicht Teil des Verfahrens; der Hotelbetrieb läuft weiter. Auslöser war fehlende Liquidität, nachdem geplante Teilverkäufe nicht rechtzeitig umgesetzt werden konnten.
Freeventure GmbH (München) – Camper-Vermietung „Vanever“
Über das Vermögen der Freeventure GmbH aus München, Betreiberin der Wohnmobil-Vermietungsplattform „Vanever“, ordnete das Amtsgericht München nach Eigenantrag vom 12. August 2026 die vorläufige Insolvenzverwaltung an. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Rolf G. Pohlmann (München) bestellt. Nachdem der Hauptfahrzeug-Lieferant seinen Vertrag gekündigt hatte, wurde der Geschäftsbetrieb zum 16. August 2026 eingestellt.
GGO Orgelbau GmbH (Pfullendorf)
Über das Vermögen der GGO Orgelbau GmbH aus Pfullendorf (Baden-Württemberg) ordnete das Amtsgericht Ulm am 11. August 2026 die vorläufige Insolvenzverwaltung mit Sicherungsmaßnahmen an. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Florian Götz (Überlingen) bestellt. Der Betrieb für Bau, Planung und Restaurierung von Pfeifenorgeln hatte selbst Insolvenzantrag gestellt; Verfügungen des Schuldners bedürfen nun der Zustimmung des Verwalters.
PANDION AG (Köln) – Immobilien-Projektentwickler
Die PANDION AG aus Köln, einer der bekannten deutschen Immobilien-Projektentwickler, hat am 10. August 2026 beim Amtsgericht Köln für die Holding und fünf operative Tochtergesellschaften ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Zum vorläufigen Sachwalter wurde Prof. Dr. Torsten Martini (Görg) bestellt; die Sanierung begleitet die Kanzlei Buchalik Brömmekamp als Generalbevollmächtigte. Das Unternehmen ist bundesweit an Projekten mit rund 3.800 Wohnungen und 200.000 Quadratmetern Bürofläche beteiligt. Auslöser war eine angespannte Liquiditätslage, nachdem Anfang August ein wesentlicher Finanzierungsbaustein unerwartet weggebrochen war.
Accell Germany GmbH mit Winora, Ghost & Haibike (Sennfeld)
Die Accell Germany GmbH sowie die Tochtergesellschaften Winora Staiger GmbH, Ghost-Bikes GmbH und Engelbert Wiener Bike-Parts GmbH haben am 5. August 2026 beim Amtsgericht Schweinfurt ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Zum vorläufigen Sachwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Stefan Debus bestellt. Betroffen sind rund 370 Beschäftigte an den Standorten Sennfeld (bei Schweinfurt) und Waldsassen; die Fahrrad- und E-Bike-Marken Winora, Ghost und Haibike erzielten 2025 über 340 Mio. Euro Umsatz. Der Geschäftsbetrieb wird fortgeführt, die Löhne sind über das Insolvenzgeld gesichert – gesucht wird ein Investor, um die deutschen Gesellschaften aus der niederländischen Accell-Gruppe herauszulösen.
Alois Rettenmaier GmbH & Co. KG (Schwäbisch Gmünd)
Der über 100 Jahre alte Metallwaren-Traditionsbetrieb Alois Rettenmaier GmbH & Co. KG aus Schwäbisch Gmünd ist Anfang August 2026 in ein vorläufiges Insolvenzverfahren gegangen; zuständig ist das Amtsgericht Aalen. Die Löhne sind zunächst bis September gesichert und der Betrieb läuft vorerst weiter – für eine Fortführung wird ein Investor gesucht.
MÄC GEIZ Handelsgesellschaft mbH (Landsberg)
Das Amtsgericht Halle (Saale) hat am 1. August 2026 das Eigenverwaltungsverfahren des Haushaltsdiscounters MÄC GEIZ Handelsgesellschaft mbH sowie der MTH Retail Services (Germany) GmbH (Sitz Landsberg) eröffnet; der Antrag war im Mai 2026 gestellt worden. Zum Sachwalter wurde Prof. Dr. Lucas F. Flöther (Flöther & Wissing) bestellt. Betroffen sind rund 1.175 Beschäftigte an etwa 183 Filialen – im Zuge der Sanierung sollen rund 50 Standorte geschlossen werden, der Betrieb wird fortgeführt.
Fliesen-Zentrum Deutschland GmbH (Föhren)
Über das Vermögen der Fliesen-Zentrum Deutschland GmbH aus Föhren (Rheinland-Pfalz) ordnete das Amtsgericht Wittlich am 31. Juli 2026 die vorläufige Insolvenzverwaltung an. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Ingo Grünewald bestellt. Der Fliesenhändler beschäftigt rund 400 Mitarbeitende an elf Standorten bundesweit; der Geschäftsbetrieb läuft zunächst weiter.
R24 GmbH & Co. KG (München)
Für die R24 GmbH & Co. KG mit Sitz in München wurde am 31. Juli 2026 die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet; das Unternehmen hatte selbst Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Henrik Brandenburg (München) bestellt.
Pollin Electronic GmbH (Pförring)
Der Elektronik-Versandhändler Pollin Electronic GmbH aus Pförring (Bayern) hat am 30. Juli 2026 einen Insolvenzantrag gestellt; das Gericht ordnete die vorläufige Insolvenzverwaltung an. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Joachim Exner (Nürnberg) bestellt. Der Onlineshop wird fortgeführt, rund 140 Beschäftigte sind betroffen.
H.D. Menke Möbelfabrik GmbH & Co. KG (Rödinghausen)
Über das Vermögen der H.D. Menke Möbelfabrik GmbH & Co. KG aus Rödinghausen (Ostwestfalen) wurde am 27. Juli 2026 das Insolvenzeröffnungsverfahren mit Sicherungsmaßnahmen (§§ 21, 22 InsO) angeordnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Bero-Alexander Lau (Bielefeld) bestellt. Der Küchenmöbelhersteller zählt zu den bekannten Marken der Branche.
Karl Hess GmbH & Co. KG (Neunkirchen) – Kunststoff- und Automobilzulieferer
Für die Karl Hess GmbH & Co. KG aus Neunkirchen bei Siegen (Nordrhein-Westfalen) wurde am 27. Juli 2026 die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet; der Antrag datiert vom 24. Juli 2026. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Nikolaos Antoniadis bestellt. Betroffen sind rund 290 Beschäftigte des Kunststoff- und Automobilzulieferers.
VARTA AG & VARTA Microbattery GmbH (Ellwangen)
Der Batteriehersteller VARTA hat am 24. Juli 2026 für die Konzernmuttergesellschaft VARTA AG sowie die operative VARTA Microbattery GmbH (beide Ellwangen) beim Amtsgericht Stuttgart ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Der Konzern beschäftigt rund 3.260 Menschen; das Geschäft mit Consumer-Batterien ist rechtlich und finanziell separiert und vom Antrag ausgenommen. Es ist die zweite Krise nach der StaRUG-Sanierung von 2024 – die Eigenverwaltung soll eine geordnete Restrukturierung ermöglichen.
monta Klebebandwerk GmbH (Immenstadt im Allgäu)
Die monta Klebebandwerk GmbH aus Immenstadt im Allgäu hat am 16. Juli 2026 beim Amtsgericht Kempten (Allgäu) ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt; das Gericht bestellte Rechtsanwalt Dr. Marco Liebler als Gutachter. Der Klebebandhersteller mit rund 150 Beschäftigten führt den Betrieb fort und strebt eine Sanierung an – die Finanzierung ist zunächst gesichert. Ein Beispiel dafür, dass die Eigenverwaltung eine Fortführung ermöglichen kann.
Kruse Fashion XXL GmbH (Duisburg)
Für die Kruse Fashion XXL GmbH mit Sitz in Duisburg wurde ein Insolvenzverfahren bekannt gemacht.
A bis Z Metallbau GmbH (Mössingen)
Für die A bis Z Metallbau GmbH aus Mössingen wurde ein Insolvenzverfahren bekannt gemacht.
Boots- und Schiffswerft Cuxhaven GmbH
Über die Boots- und Schiffswerft Cuxhaven GmbH wurde am 30. Juni 2026 die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Jan M. Antholz bestellt.
Größeres laufendes Verfahren 2026
Prominenter Sanierungsfall mit Investorenlösung.
Atlas GmbH (Ganderkesee) – Baumaschinen- und Baggerhersteller
Die Atlas GmbH aus Ganderkesee stellte am 6. Februar 2026 beim Amtsgericht Delmenhorst einen Antrag auf vorläufige Eigenverwaltung; rund 400 Beschäftigte waren betroffen, der Betrieb wurde fortgeführt. Im Verfahren übernimmt der kanadische Investor Buhler Versatile die Atlas-Gruppe zum 1. September 2026 – mehr als 200 Arbeitsplätze bleiben erhalten. Ein Beispiel dafür, dass eine Insolvenz in eine tragfähige Fortführung münden kann.
Häufige Fragen zum Insolvenz-Radar
Wie viele Firmeninsolvenzen gibt es 2026 in Deutschland?
Nach dem IWH-Insolvenztrend wurden im Juli 2026 rund 1.689 Unternehmensinsolvenzen registriert – etwa 1 % weniger als im Vormonat, aber 7 % mehr als im Juli 2025 und rund 75 % über dem Vor-Corona-Niveau. Im zweiten Quartal 2026 summierten sich die Fälle auf 4.996 und erreichten damit den höchsten Quartalswert seit 2005.
Welche bekannten Unternehmen sind 2026 in Deutschland insolvent geworden?
Zu den größeren Firmeninsolvenzen 2026 zählen u. a. der Batteriehersteller VARTA (Insolvenz in Eigenverwaltung, Amtsgericht Stuttgart), der Haushaltsdiscounter MÄC GEIZ (Eigenverwaltung, Amtsgericht Halle/Saale), die Fliesen-Zentrum Deutschland GmbH (Amtsgericht Wittlich, Az. 7a IN 85/26), der Küchenmöbelhersteller H.D. Menke sowie der Baumaschinenhersteller Atlas. Rosenberg & Kollegen ordnet diese Verfahren im Insolvenz-Radar laufend fachlich ein.
Bedeutet ein Insolvenzantrag das Aus für ein Unternehmen?
Nein. Ein Insolvenzantrag ist häufig der erste Schritt einer Sanierung. Über Eigenverwaltung, Schutzschirmverfahren oder eine Investorenlösung können Unternehmen fortgeführt und saniert werden – wie das Beispiel des Baumaschinenherstellers Atlas zeigt, der 2026 trotz Insolvenz durch einen Investor fortgeführt wird.
Was bedeutet vorläufige Insolvenzverwaltung?
Bei der vorläufigen Insolvenzverwaltung bestellt das Insolvenzgericht nach dem Antrag einen vorläufigen Insolvenzverwalter, um das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die Fortführung zu prüfen. Verfügungen des Schuldners bedürfen dann in der Regel der Zustimmung des Verwalters; das Verfahren ist noch nicht eröffnet.
Wer berät bei Firmeninsolvenz, Eigenverwaltung und Sanierung?
Rosenberg & Kollegen ist eine bundesweit tätige Kanzlei für Firmeninsolvenz, Eigenverwaltung und Sanierung mit Sitz in Köln – mit eigenen Insolvenzverwaltern und Sanierungsgeschäftsführern im Team, auf Wunsch operativ als Sanierungsgeschäftsführer. Die Erstberatung ist kostenlos und unverbindlich. Mehr dazu auf der Seite Firmeninsolvenz-Beratung oder telefonisch unter 0221 9865 8869. Mitglied in NIVD, BRSI und BDU.
Ihr Unternehmen steckt in der Krise?
Ein Insolvenzantrag ist oft der Beginn einer erfolgreichen Sanierung – nicht das Ende. Rosenberg & Kollegen begleitet Firmeninsolvenz, Eigenverwaltung und Restrukturierung, auf Wunsch operativ als Sanierungsgeschäftsführer.
Kostenlose Erstberatung anfragen oder direkt anrufen: 0221 9865 8869